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17.02.2014, Von Christa Ansel

Die Koordination von Einsätzen bei Unwettern ist für die Feuerwehr eine Herausforderung – Hauptversammlung in Köngen

Das Jahr 2013 forderte von den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Köngen jede Menge Einsatz. Der war gefragt beim 150-jährigen Jubiläum der Wehr genauso wie bei rasant angestiegenen Rettungs- und Hilfeeinsätzen. Besonders zu schaffen machen nicht nur der Köngener Wehr die sich häufenden Unwetter und deren Folgen.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Köngen konnte im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung drei neue Mitglieder in den aktiven Dienst aufnehmen. Im Bild von links Bürgermeister Hans Weil, die drei Neuen Conrad Fritz, Armin Walter und Andreas Landenberger, Köngens Kommandant Herbert Wanke und Hauptamtsleiter Gerald Stoll. sel

Die Freiwillige Feuerwehr Köngen konnte im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung drei neue Mitglieder in den aktiven Dienst aufnehmen. Im Bild von links Bürgermeister Hans Weil, die drei Neuen Conrad Fritz, Armin Walter und Andreas Landenberger, Köngens Kommandant Herbert Wanke und Hauptamtsleiter Gerald Stoll. sel

 

KÖNGEN. 98-mal wurden die Aktiven der Köngener Wehr im Jahr 2013 zu Einsätzen gerufen. 67-mal wurde technische Hilfe geleistet, in 31 Fällen waren es Brandeinsätze. Die Zahl hat sich im Vergleich zu 2012 fast verdoppelt, damals waren es im gesamten Jahr 54 Einsätze. Für die 56 Aktiven der Köngener Wehr ein hartes Jahr, zumal 2013 das Jubiläum ausgetragen wurde. Kommandant Herbert Wanke sprach im Rahmen der Hauptversammlung am Freitagabend von rasant gestiegenen Einsatzzahlen.

Auffallend dabei war, dass mit 78 Einsätzen die weitaus größte Anzahl während des Tages erforderlich war. Nur 20 Einsätze waren zwischen 18 und 6 Uhr. Die Tagespräsenz – für manche Wehr ein großes Problem – ist also immer stärker gefordert.

Das Stundenaufkommen der Einsätze wurde mit 1400 Stunden beziffert. Fast doppelt so viele Stunden wie 2012. Hinzu kamen 3145 Stunden für Übungen und Brandwachen. Und da sind die für das Jubiläum aufgewandten Stunden noch gar nicht mitgerechnet.

Unwetter sind für die Wehren eine große Herausforderung

Herbert Wanke erinnerte an den Hochwasser-Einsatz Ende Mai und Anfang Juni. 30 Einsatzstellen galt es zeitgleich „abzuarbeiten“. Keller waren vollgelaufen, Betriebsgelände mussten abgepumpt werden. Da bewährte sich vor allem die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren aus Wendlingen, Wernau, Unterensingen, Denkendorf und Filderstadt.

Und bewährt hat sich auch die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Bauhofs. Die halfen beispielsweise auch aus, als beim großen Hagelunwetter Ende Juli ein Hilferuf aus Dettingen kam und alle angeforderten Arbeitsbühnen längst ausgebucht waren. Wehr und Bauhof-Mitarbeiter gemeinsam gelang es dann, einige der stark beschädigten Dächer in Dettingen provisorisch abzusichern.

Von erneuten Unwetter-Kapriolen im August berichtete der stellvertretende Kommandant Dietmar Albrecht. Starkregen hatte erneut den Einsatz der Wehr erfordert. Allein in Köngen waren es 17 Einsätze. Solche über den Ort verstreuten Einsätze zu koordinieren und „abzuarbeiten“ und dabei noch den möglichen schnellen Brandeinsatz zu gewährleisten, sei eine große Herausforderung. Zu befürchten sei, dass mit solchen Unwettern künftig wohl häufiger gerechnet werden müsse.

Glimpflich ausgegangen ist ein Brand in einem Verkaufszelt in der Ortsmitte im Februar. Ein Übergriff auf das Haus konnte durch den Einsatz der Wehr verhindert werden.

Ausführlich ging Kommandant Herbert Wanke am Freitagabend auf die drei Festtage zum 150-jährigen Jubiläum der Wehr ein. Auch Köngens Bürgermeister Hans Weil bedankte sich bei der Wehr für dieses Fest. Die Köngener Freiwillige Feuerwehr habe hier eine tolle Außenpräsenz gezeigt. Der Schultes sprach von einem „grandiosen“ Fest, das Verwaltung und Wehr da auf die Beine gestellt hätten. Im Blick auf das Ende seiner Amtszeit betonte Weil, „wenn mir künftig etwas fehlt, gehört mit Sicherheit die Feuerwehr dazu“. Und beim Blick in die Zukunft gab er den Wehrleuten eines mit auf den Weg: Egal, wie der neue Gemeinderat oder Schultes aussehen werden, „Sie haben eine starke Position“.

Jugendleiter Lukas Groll berichtete von den Übungsabenden und Veranstaltungen der Köngener Jugendfeuerwehr. Die wurde in diesem Jahr 40 Jahre alt und setzt sich derzeit aus 16 Mitgliedern zusammen. Unter ihnen sind auch drei Mädchen.

Hans Zimmermann gab bei der Hauptversammlung den Bericht der Altersabteilung ab. Deren zwölf Mitglieder waren voll des Lobes über die Jubiläumsfeierlichkeiten, auch wenn sich deren Wunsch, beim Festumzug in der Kutsche mitfahren zu können, nicht erfüllt habe.

Nico Mettenleiter berichtete von der Gruppe der First Responder. Die 16 dort aktiven Mitglieder haben 2013 Höchstleistungen erbracht. Mit 276 Einsätzen war deren Engagement stark gefordert. Kommandant Wanke sprach dafür seine Anerkennung aus. So viele Einsätze seien eine gewaltige Belastung.

Thomas Kuttler gab einen Überblick über die Finanzen. Die sind so gut, dass sich die Wehr als Ausgleich zum starken Einsatz 2013 in diesem Jahr einen mehrtägigen Ausflug nach Mallorca gönnen kann.